Die Gedächtnissprechstunde richtet sich an Menschen mit Gedächtnisproblemen sowie anderen Beeinträchtigungen der geistigen (kognitiven) Fähigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten. In der Regel werden Sie von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt an diese Sprechstunde überwiesen; eine Zuweisung kann aber auch durch eine Fachärztin oder einen Facharzt erfolgen (z. B. Psychiatrie oder Kardiologie).
Es handelt sich um eine interdisziplinäre Sprechstunde, an der Fachpersonen aus verschiedenen Disziplinen beteiligt sind (Neurologie, Neuropsychologie, Logopädie, Altersmedizin/Geriatrie, Radiologie und Psychiatrie). Eine Abklärung in der Gedächtnissprechstunde umfasst verschiedene Schritte und mehrere Konsultationen. Das Angebot umfasst auch Unterstützung für pflegende Angehörige. Die Gedächtnissprechstunde ist mit den Spitälern der Westschweiz sowie mit Patientenorganisationen gut vernetzt.
Es sind keine besonderen Vorbereitungen nötig. Denken Sie daran, Ihre Brille und Ihr Hörgerät (falls vorhanden) sowie eine Liste Ihrer Medikamente mitzunehmen. Wenn möglich, kommen Sie in Begleitung einer nahestehenden Person zur ersten Konsultation.
Nach der Zuweisung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt können Ihnen nach Massagabe der Untersuchungsergebnisse verschiedene Termine angeboten werden. Die vollständige Abklärung kann mitunter mehrere Monate dauern. Nach jeder Konsultation erhält Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen Bericht.
Anmeldung durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt oder durch eine Fachärztin oder einen Facharzt
Mitteilung der Diagnose
Vorstellung der verfügbaren Hilfen und Unterstützungsangebote
Weiterbetreuung in der Geriatrie und/oder Psychiatrie
In Zusammenarbeit mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt
In der grossen Mehrheit der Fälle verläuft die Erkrankung langsam über mehrere Jahre. Es gibt unterschiedliche Schweregrade, die ein mehr oder weniger selbstständiges Leben ermöglichen. Auch wenn es derzeit keine Behandlung gibt, die die Krankheit heilen kann, können bestimmte Medikamente das Fortschreiten der Symptome zumindest vorübergehend verlangsamen. Dadurch können Betroffene oft länger zu Hause leben.
Gemäss den Empfehlungen der Expertengruppe in der Schweiz: Monsch et al., consensus 2012 sur le diagnostic et le traitement des patients atteints de démence en Suisse).